SPD Fulda zum Schwerlastverkehr im Nordend

Stadtteil

Fulda, 27.06.2014 - Die Fuldaer Sozialdemokraten beurteilen die bisherigen Maßnahmen der Stadt Fulda zur Reduzierung des Schwerlastverkehrs in der Leipziger Straße und Mackenrodtstraße als völlig unzureichend, so die Ortsvereinsvorsitzende und stellvertretende Fraktionsvorsit-zende Edith Bing anlässlich einer Begehung im Nordend.

Die Ausweisung als Tempo-30-Zone für LKW habe sich als unwirksam herausgestellt. Die Vernichtung der Kleingartenanlage Straußwiesen zugunsten eines LKW-Firmenparkplatzes mit Papierlager habe zu einer erheblichen Mehrbelastung geführt. Die beabsichtigte Zufahrt durch die beampelte Tunnelröhre von der Leipziger Straße direkt zum Industriegebiet Eisweiher werde nur teilweise genutzt. Der teuer gebaute Gleisanschluss werde nahezu nicht mehr in Anspruch genommen.

Der Stadt werfen die Sozialdemokraten Aktionismus vor, um die Bevölkerung zu beruhigen. So habe die CDU zwar im September letzten Jahres die Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplanes beantragt. Geschehen allerdings sei bisher erkennbar nichts. Auch der SPD-Antrag zur Erarbeitung eines LKW-Verkehrskonzeptes für Fulda werde trotz wiederholter Erinnerungen offenbar nicht weiter bearbeitet. Diese Untätigkeit begünstige wirtschaftliche Interessen auf dem Rücken der Anwohner.

Deshalb habe die SPD-Fraktion, so ihr Vorsitzender Jonathan Wulff, Mittel für die Planung des Baus einer zweiten Tunnelröhre unter der Bahntrasse für das Haushaltsjahr 2015 beantragt. Gleichzeitig solle die Mackenrodtstraße von der Leipziger Straße bis zur Betriebseinfahrt Juchheim für LKW ab 12 Tonnen gesperrt werden. Damit würde das Wohngebiet der Mackenrodtstraße durch eine attraktive Zufahrt zum Industriegebiet Eisweiher direkt von der Leipziger Straße nachhaltig entlastet.

Im Verlauf der Begehung im Nordend äußerten sich die Anwohner der Gneisenaustraße und Bosestraße zufrieden über das erreichte Anwohnerparken. Die damalige gemeinsame Begehung der SPD mit dem CDU-Stadtverordneten Hering sei erfolgreich gewesen. Anwohner der Marquardstraße berichteten von Emissionen bei Nordwind, die Reizhusten verursachen würden. Die SPD werde der Ursache nachgehen, versprach Bing abschließend.

 
 

WebsoziCMS 3.9.9 - 976946 -