SPD Fulda-Nord: "Lärm und Stickstoffdioxid in der Leipziger Straße drastisch reduzieren!"

Stadtteil

Fulda, 27.04.2010. Die SPD im Norden Fuldas fordert die schnelle Anbindung des Industriegebiets Eisweiher an die Daimler-Benz-Straße zur Entlastung der Leipziger Straße vom Schwerlastverkehr. Es gelte, dem Lärm und dem Stickstoffdioxid den Garaus zu machen.

"Seit fast 10 Jahren warten wir gemeinsam mit den Anwohnern auf die Anbindung des Industriegebiets Eisweiher an die Daimler-Benz-Straße", stellt Eberhard Strott, Vorsitzender der SPD im Fuldaer Norden, fest. Ziel dieser Anbindung durch Verlängerung der Hermann-Muth-Straße sei die Entlastung der Leipziger Straße, aber auch der Lehnerzer und Niesiger Straße vom Schwerlastverkehr zum Industriegebiet Eisweiher. Im September 2006 hieß es, dass die endgültige Fertigstellung Ende 2008 erfolge. Acht Monate später im Mai 2007 hieß es dann bereits, dass "bei günstigen Bedingungen Ende 2009 mit der endgültigen Fertigstellung … zu rechnen" sei. Nun antwortet der Magistrat auf eine aktuelle kleine Anfrage der Stadtverordneten Edith Bing, dass "der Ausbau der Hermann-Muth-Straße … voraussichtlich bis 2011 andauern" werde. "Wir sind über dieses unnötige Hinauszögern ziemlich verärgert", sagt Strott. Rückenwind erfahren die Sozialdemokraten nun durch den vom Umweltministerium Hessen vorgelegten Entwurf eines Luftreinhalteplans für die Stadt Fulda. Dem Entwurf sind die Ergebnisse einer Verkehrszählung aus dem Jahre 2008 zu entnehmen. Demnach fahren täglich 1.411 schwere Nutzfahrzeuge (über 3,5 t) die Leipziger Straße entlang. "Das bedeutet: ein großer Lkw pro Minute", rechnet Strott vor. Der Entwurf zeige deutlich auf, dass aufgrund dieser starken Verkehrsbelastung die Leipziger Straße die am stärksten mit Stickstoffdioxid belastete Straße in Fulda ist. "Das haben wir schon immer vermutet. Jetzt bekommen wir eine offizielle Bestätigung", so Strott. Stickstoffdioxid kann zur Reizung und Schädigung der Atmungsorgane und insbesondere bei Kindern und Jugendlichen zu einer Verschlechterung der Lungenfunktion führen. Die Schätzungen des Entwurfs gehen davon aus, dass mit der Fertigstellung der Hermann-Muth-Straße die Belastung durch verkehrsbedingte Stickstoffdioxide um 5,2% abnehmen werde. Grundlage ist die Annahme einer Entlastung des Verkehrs um 400 Fahrzeuge pro Tag, davon ca. 100 Lkw. "Das ist angesichts von rund 1.400 schweren Nutzfahrzeugen täglich eindeutig zu wenig!", so Strott. "Wenn der Schwerlastverkehr nach Fertigstellung der Hermann-Muth-Straße nicht drastisch abnehmen sollte, dann muss die Stadt Fulda über weitere Maßnahmen wie ein Durchfahrverbot nachdenken." Die SPD im Norden Fuldas hofft vor dem Hintergrund dieser Erkenntnisse, dass es keine weiteren Verzögerungen beim Ausbau der Hermann-Muth-Straße geben wird. "Es geht darum, die Anwohner vor dem Lärm und dem schädlichen Stickstoffdioxid zu schützen", so Strott abschließend.
  • Den Entwurf des Luftreinhalteplans finden Sie hier (PDF).
  • Die entsprechende Pressemitteilung des Umweltministeriums finden Sie hier.
 
 

WebsoziCMS 3.9.9 - 001098328 -