SPD Stadtfraktion: "Fuldas Innestadt wirkt verödet!"

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Die Innenstadt könnte viel mehr Leben vertragen, manche Stellen wirken wie verödet, urbanes Leben sieht anders aus, so die Fuldaer SPD-Stadtverordnetenfraktion. Bestes Beispiel hierfür sei der Gemüsemarkt.
Der Vorgänger von Fuldas Oberbürgermeister Möller verkündete bei der Einweihung des neugestalteten Gemüsemarktes, dass hier künftig das blühende Leben Fuldas stattfinden werde.

Genau das Gegenteil sei eingetroffen. Außer zur Marktzeiten ist der Gemüsemarkt wie ausgestorben. Die dort ansässigen Einzelhändler, Cafes und Gastronomiebetriebe kämpften um Ihre Existenz bzw. haben den Kampf bereits aufgegeben. "Die Stadt tut herzlich wenig dafür, diesen Zustand zu ändern", kritisiert Fraktionssprecher Tritschler.

Warum ist das Marktgeschehen mittwochs und samstags so früh beendet? Eine Ausweitung der Marktzeiten wäre mit Sicherheit ein belebendes Element.
Warum sorgt die Stadt nicht für eine Belebung durch Kleinkunst, Musik oder Ähnlichem auf diesem Gelände und in den anderen "toten Ecken" in der Stadt?
Die SPD warte auf die Umsetzung eines entsprechenden Antrags. Darin habe man die Stadt aufgefordert, gemeinsam mit dem innerstädtischen Einzelhandel und der Gastronomie ein Konzept zu entwerfen, wie Fuldas Straßen belebt werden könnten.

In vielen anderen Städten der Republik, ob groß oder klein, fänden über den Sommer hinweg vielfältige Aktivitäten statt. Warum kann das in Fulda nicht möglich sein, fragt der Fraktionssprecher. Es gebe viel zu tun, soll die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt verbessert werden. Wenn keine vernünftigen Ideen entwickelt würden, bestehe die Gefahr, dass auch der neugestaltete Universitätsplatz eine leere Steinwüste bleibe.

Die "schädlichen Fehlentwicklungen" durch Kaiserwiesen und das Fachmarktzentrum auf dem Gelände des ehemaligen Emaillierwerks sind "hausgemachte Probleme für die Innenstadt". Die negativen Auswirkungen.
müssten durch Attraktivität steigernde Maßnahmen zumindest teilweise ausgeglichen werden, so die SPD-Forderung. Die eine oder andere Festivität, wie Wein-, Stadtfest oder Museumsnacht "sind nicht ausreichend". Das Open-Air auf dem Domplatz, einer weiteres belebendes Element, findet unverständlicherweise nur noch alle zwei Jahre statt.

Leider verständen die Stadt und das City-Marketing unter Belebung der Innenstadt nur die Motorengeräusche in der Friedrichstraße. Nicht mal der Versuch einer temporären Sperrung werde gewagt: "Einfach nur mutlos", so Tritschler wörtlich. Mit der neuen Tiefgarage unter dem Universitätsplatz könnte ein weiterer Versuch gestartet werden: Die Sperrung der unteren Bahnhofstraße. Auch hier zeige die Stadt wenig Courage.

Dabei könnte man einen Aufenthaltsbereich schaffen, der von der unteren Bahnhofstraße über den Universitätsplatz bis hin zur Friedrichstraße und in den Gemüsemarkt hinein als "kreatives und kunstvolles Gestaltungsquartier"
benutzt werden könnte. "Allein uns fehlt der Glaube, dass der notwendige städtische Wille dazu vorhanden ist", heißt es zum Schluss.

 
 

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