Zur Berichterstattung in der Fuldaer Zeitung "Rauschende Ballnacht der Fuldaer Wirtschaft" erreichte uns eine Anmerkung eines Fuldaer Bürgers, die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen.
Allgemein
Der ganze Artikel ist eine ziemliche Provokation. Während in Bund, Land und Stadt harte Sparprogramme mit sozialer Schieflage aufgelegt werden, knallen bei Fuldas Wirtschaftsvertretern die Champagnerkorken. Ungeniert und ohne Rücksicht auf Menschen in schwierigen sozialen Verhältnissen, zeigen die Damen und Herren mitten in der Krise, was man iß/st und was man hat. Auch wenn ich jedem seinen (nicht immer hart erarbeiteten) Reichtum gönne, fehlt es hier an der nötigen Sensibilität von gewissen Kreisen (das Wort Wirtschaftselite ist hier sicher fehl am Platze) gegenüber denen, die weniger oder nichts haben und jetzt auch noch beim Sparen zur Kasse gebeten werden (Streichung Elterngeld für Hartz IV Empfänger, Steichung des Zuschusses für die Rentenkasse). Vielleicht wird auch deshalb so extensiv gefeiert, weil gewisse Kreise beim aktuellen Schuldenreduktionspaket (gespart wird nichts) ganz ungeschoren davon gekommen sind. Dass dann in dem Artikel die rauschende Ballnacht noch in den aller buntesten Farben ausgeschmückt wird, ist geschmacklos - ebenso wie der eingestellte Kurzfilm. Das wirft auch ein bezeichnendes Bild auf die Berichterstattung.
Immerhin sind Verleger Schmitt und die hiesigen CDU-Granden ja auch auf zahlreichen Bildern zu sehen.
Veröffentlicht am 14.06.2010
